Dienstag, 7. Februar 2012

Nordrhein-Westfalen: Ideen & Innovationen

EnviroTex - Geotextilien revolutionieren den Umweltschutz

 

Hightech-Produkte der Textilwirtschaft verblüffen in Brüssel!

Innovationen und Technologien aus der Textilwirtschaft sind von immer größerer Bedeutung für neue Produkte und Anwendungen aus unterschiedlichsten Branchen. „Technische Textilien“ gelten insofern als eine der wichtigsten Querschnittstechnologien überhaupt. Ein hochinnovativer Zukunftsmarkt ist dabei das Segment „Geotextilien“, das gerade für den Umweltschutz und die Ressourcenschonung wesentliche Impulse gibt.

Am 01. März 2010 präsentierten das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein–Westfalen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "NRW: Ideen und Innovationen" in Zusammenarbeit mit ZiTex NRW die Thematik „Innovativer Umweltschutz durch Geotextilien“.

Moderiert von Klaus Huneke (Vorsitzender der Geschäftsführung Heimbach GmbH & Co. KG, Düren und Beiratsvorsitzender der ZiTex NRW) stellten innovative Textilunternehmen ihre neuesten Entwicklungen, Ideen und Kompetenzen dem Brüsseler Publikum in der Landesvertretung NRW vor. Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, EU-Kommission und Politik informierten sich über die Stärken der Branche und des Innovationsstandortes NRW.

 

Geotextiles als Zukunftsmarkt

Im Mittelpunkt der Präsentationen standen neuartige Produkte und Verfahren aus dem Segment der Geotextiles. Diese werden u.a. im Damm- und Kanalbau, im Wasserschutz sowie im Straßen- und Tunnelbau eingesetzt und stellen eine kostengünstigere und nachhaltigere Alternative zu konventionellen Techniken dar, wie Prof. Jochen Müller-Rochholz (Institut für textile Bau- und Umwelttechnik) betonte.

Die NAUE GmbH & Co. KG (Espelkamp) stellte „Ökologisches Bauen mit Geokunststoffen“ im Vergleich zu klassischen Konstruktionsmaßnahmen und geosynthetischen Konstruktionsalternativen vor. Besonders deutlich wurde dabei, dass Geotextilien – bei mindestens gleichwertigen Eigenschaften und geringeren Kosten - eine wesentlich geringere Umweltbelastung aufgrund ihres weniger hohen Energiebedarfs aufweisen.

Nachhaltige Altlasten- und Bodensanierung durch Geotextilien präsentierte die HUESKER Synthetic GmbH (Gescher). Behörden und Stadtentwickler sehen sich zunehmend mit Problemen Stichworte „kontaminierten Böden“, „Industriebrachen“ und den notwendigen Sanierungsmaßnahmen konfrontiert. Geosynthetische Materialien können hier z.B. zur Ummantelung von kontaminierter Erde eingesetzt werden und den Boden stabilisieren, um eine künftige Verwendung ökologisch und ökonomisch zu garantieren.

Tensar International GmbH (Bonn) beeindruckte durch die Darstellung des innovativen Einsatzes von verstärkten Vliesstoffen in der Asphaltsanierung unter Verwendung von Asphaltbewehrung. Durch den Einsatz dieser Technologie ergibt sich eine ausgezeichnete Win-Win-Situation sowohl für die Umwelt als auch für die öffentlichen Kassen in einem umfangreichen Investitionssegment. Durch diesen Werkstoff wird eine extrem hohe Stabilität mit einer hohen Haltbarkeit und abdichtenden Funktionen kombiniert – verbunden mit deutlich weniger Kosten.







news

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert FuE-Projekte zum Thema "Technische Textilien für innovative Anwendungen und Produkte - NanoMatTextil".

Die Förderübersicht für die Textil- und Modeindustrie NRW steht in der 6. Auflage (Dezember 2011) als Download zur Verfügung!

Die erste Ausgabe von TEXmag ist erschienen.