Dienstag, 19. März 2019

ZiTex-Pressegespräch Textil- und Bekleidungsindustrie NRW


 

Es geht wieder aufwärts - Situation der Textil- und Bekleidungsindustrie

NRW in 2010 wesentlich verbessert!

Branchenumsätze steigen in 2010 deutlich –  Positive Signale auch bei der Beschäftigtenentwicklung

Die Textil- und Bekleidungsindustrie in NRW erholt sich in 2010 zunehmend. ZiTex – Textil & Mode NRW stellte am 22. Juni 2010 in Düsseldorf die neuesten Zahlen und Prognosen zur Entwicklung der Branche in Nordrhein-Westfalen vor.

Klaus Huneke

Nach  einem  schwierigen  Jahr  2009, das – bedingt durch die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise – von erheblichen Umsatzeinbrüchen geprägt war, erholt sich die Textil- und Bekleidungsindustrie  in  NRW  zunehmend.  Im  vergangenen  Jahr  hat  u.a.  die  Verringerung  der Auslandsumsätze zu einem Umsatzminus von 16,7 % geführt. Einen derartigen Einbruch hatte die Branche bisher noch nicht erleben müssen. Durch Nutzung der Kurzarbeit konnten die Folgen für die Beschäftigten jedoch erheblich abgemildert werden. Dennoch ist auch hier in 2009 ein Verlust von 10,9 % zu verzeichnen.

Für das Jahr 2010 erwarten die Unternehmen eine deutliche Besserung. So gehen – in einer aktuellen Befragung der Branchenverbände – 70 % der Unternehmen von steigenden Umsätzen aus. Für das gesamte Jahr 2010 wird mit einem Umsatzplus von ca. 8 % gerechnet. Auch der Rückgang an Beschäftigten wird demnach in 2010 weitgehend gestoppt sein.

NRW – umsatzstärkstes Textil- und Bekleidungsland

Nach  wie  vor  repräsentiert  NRW  das  umsatzstärkste  Textil-  und  Bekleidungsland  innerhalb Deutschlands. Hier agieren 290 Textil- und Bekleidungsunternehmen. Die NRW-Industrie belegt ebenso eine Spitzenposition in der Anzahl der Beschäftigten mit 25,8 % der insgesamt in Deutschland in diesem Sektor tätigen Menschen. Spitze ist diese Industrie auch im Umsatz, denn mehr als 27 % des deutschen Branchenumsatzes wird in NRW erwirtschaftet.

Rolf A. Königs

Keine „Kreditklemme“, aber erschwerte Bedingungen auf dem Kreditmarkt.

Heide Schnare

Die  Situation  auf  dem  Kreditmarkt  ist  für  Unternehmen  der  Textil-  und  Bekleidungswirtschaft schwieriger geworden. 25 % der Unternehmen halten die Situation für mangelhaft bis höchstens ausreichend. Nur 34 % sehen die Situation auf dem Kreditmarkt als „gut“ oder „sehr gut“, vor der Finanzmarktkrise haben dies noch 61 % so bewertet. Probleme werden insbesondere bei höheren Sicherheitsanforderungen und Auflagen (66 %) und höheren Zinssätzen (31 %) gesehen. Von einer „Kreditklemme“ kann jedoch nicht gesprochen werden: 47 % der befragten Unternehmen halten diese  Aussage  für  nicht  gerechtfertigt.

Forderung nach einem neuen Schwerpunkt „Mittelstand“

Als problematisch sieht die Branche die gegenwärtige Praxis bei staatlichen Förderprogrammen in den  Bereichen  „Innovation“,  „Umwelt“  und  „Wachstum“.  Durch  den  KMU-Fokus  der  Europäischen  Union  werden  zahlreiche  Unternehmen  nicht  nur  der  Textil-  und  Bekleidungsindustrie von  Fördermöglichkeiten  ausgeschlossen.  Insbesondere  Unternehmen  in  den  Größenklassen „250-499“ und „500-999“ Beschäftigten werden hier stark benachteiligt. Dies führt mittelfristig zu einem Verlust an Innovationskraft des Mittelstandes und zu fehlenden Investitionen für Umwelt und Wachstum. Hier fordert die Branche – neben dem bestehenden KMU-Fokus – die Einführung eines neuen Schwerpunktes „Mittelstand“, um die Potenziale des Mittelstandes zu stärken. Nur so können die Klima- und Wachstumsziele der EU – realistisch gesehen – erreicht werden.

Justus Schmitz




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Die neuesten Zahlen aus der Textil- & Bekleidungsindustrie in NRW finden Sie in unserem aktuellen ZiTex-Brancheneinblick 05/2017.

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