Donnerstag, 14. Dezember 2017


Die Textil- und Bekleidungsindustrie in NRW ist im bundesweiten Vergleich die Nr.1. Fast ein Drittel der Unternehmen, Beschäftigten und des Umsatzes befinden sich in Nordrhein-Westfalen. Der Strukturwandel dieser Industrie in den letzten Jahrzehnten hat zu erheblichen Veränderungen geführt. So gilt die Branche als Vorreiter der Internationalisierungsstrategien im Zuge der Globalisierung und erwirtschaftet in der Textilindustrie mittlerweile über die Hälfte des Umsatzes mit „Technischen Textilien“. Darunter werden Hightech-Anwendungen z.B. für den Flugzeug- und Automobilbau, für die Medizintechnik, für Schutzausrüstungen, für die Umwelttechnik oder für den Bausektor verstanden. Die Bekleidungsindustrie hat mit der Modestadt Düsseldorf einen der bedeutendsten Showroomstandorte weltweit in NRW.

Mehrere Branchenakteure haben ihre innovative Projektansätze unter dem „Dach“ der ZiTex NRW gebündelt und in einem gemeinsamen Dachantrag "Innovationsnetzwerke Textil- und Bekleidungswirtschaft NRW" in den Landeswettbewerb "RegioCluster.NRW" eingereicht. Dieser Antrag wurde in 2008 von einer unabhängigen Jury prämiert und in 2009 von der Landesregierung bewilligt. Somit konnten die Projekte

durch die Förderung in die Umsetzung gebracht werden. Seit Oktober 2009 liegen sämtliche Bewilligungsbescheide vor, so dass alle Teilprojekte mit der Umsetzung gestartet sind.

Strategisches Ziel des Projektes und der jeweiligen Projektteile ist die Steigerung der Quantität, Qualität und Geschwindigkeit von Innovationsentwicklungen durch Kooperation von kleinen und mittleren sowie weiteren Unternehmen mit Forschungseinrichtungen über branchenübergreifende Netzwerke, die zu einer Erhöhung der Innovationsfähigkeit führen sollen. Durch die zu erzielende Zusammenarbeit in den horizontalen und vertikalen Wertschöpfungsketten und der Entwicklung von Querschnittstechnologien wird die Wettbewerbsfähigkeit der stark technologiebasierten Textil- und Bekleidungswirtschaft im globalen Markt deutlich erhöht. Im Ergebnis führt dies - auch und gerade über Multiplikationseffekte in komplementären Branchen - mittelfristig zur Sicherung bzw. Ausweitung der Beschäftigung im Umfang von vermutlich mehreren hundert Arbeitsplätzen in NRW. Das Projekt beinhaltet dabei in mehreren inhaltlichen Segmenten die Initiierung und Umsetzung von Innovationen, die einen Beitrag zur Ressourcenschonung und somit zur umweltgerechten Entwicklung von neuen Marktsegmenten leisten, z.B. im Bereich Medizintechnik, Automotive oder der Wärmedämmung.

Die Ziele des Gesamtprojektes lassen sich wie folgt zusammenfassen. Es wird angestrebt,

  • Forschungseinrichtungen und Unternehmen (mit Kern Textil- und Bekleidungswirtschaft) zu einem Innovationsnetzwerk mit kleinen Arbeitsgruppen zu bündeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und Beschäftigung zu sichern bzw. auszubauen.
  • den branchenübergreifenden Wissenstransfers und die Kooperation zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen zu stärken,
  • gemeinsame Forschungs- und Projektaktivitäten zu intensivieren,
  • gemeinsame Innovationsprojekte (auch hinsichtlich EU-Programme) zu initiieren,
  • marktorientierte Projekte umzusetzen,
  • das (internationale) Branchen- sowie Standortmarketing zu stärken und
  • die Selbstträgerschaft erfolgreicher Teile des Innovationsnetzwerkes nach drei Jahren - ggf. auch durch neu initiierte Projekte - zu erreichen.

 




 

Informationen zu weiteren Clusterprojekten in NRW.

 

 

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Die neuesten Zahlen aus der Textil- & Bekleidungsindustrie in NRW finden Sie in unserem aktuellen ZiTex-Brancheneinblick 05/2017.

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